Donnerstag, 14. September 2017

Das Lied der Liebe

Das Lied der Liebe
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Und irgendwo sang jemand das Lied der Liebe. 
Doch sein Gesang verhallte im Gewirr unachtsamer Stimmen. 
Und mehr Leute sangen das Lied der Liebe. 
Doch sie wurden nicht wahrgenommen.

Und die Stimmen der Unachtsamen wurden immer lauter. 
Und immer wieder sang jemand das Lied der Liebe.
Und immer wieder wurden sie missachtet.
Doch dann hat man sie wahrgenommen.

Und dann hat man sie bekämpft.
Man hat sie verachten und dezimiert.
Doch immer wieder sang jemand das Lied der Liebe.
Doch ihre Stimmen verhallten ungehört im Sturm der Herzlosigkeit.

Und als man sie wahrgenommen hatte, wurden sie wieder bekämpft. 
Und immer wieder wurden sie übertönt vom Stimmengewirr der Verachtung.
Und immer wieder stand jemand auf, der das Lied der Liebe sang.
Und immer wieder weigerte sich die Verachtung, zuzuhören und zu verstehen.

Und immer wieder waren die Stimmen der Verachtung lauter, stärker und zahlreicher.
Und immer wieder stand jemand auf, der das Lied der Liebe sang. 
So hallte das Lied der Liebe durch die Dunkelheit, die Nacht und den Sturm. 
Das Lied der Liebe stand immer wieder auf und erneuerte sich.

Es wurde verachtet, geschlagen und dezimiert.
Und es kam eine Zeit, da standen mehr Leute auf, die das Lied der Liebe sangen.
Es kam eine Zeit, da musste die Verachtung die Fäuste ballen und lauter werden.
Es kam eine Zeit, da bestand die Gefahr, dass sie vielleicht etwas hören und verstehen könnten.

Das Lied der Liebe wurde lauter.
Und die Stimme der Verachtung wurde ebenfalls lauter.
Da verstummte das Lied der Liebe, und man hörte nur noch die Verachtung.
Und plötzlich waren sie alleine mit ihrem Hass und ihrer Verblendung.

Und alles verstummte.
Die Verachtung begann sich selbst zu verachten.
Und plötzlich trat einer aus ihrer Mitte hervor und sang das Lied der Liebe. 
Und alles begann wieder von vorne.

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