Montag, 19. August 2013

Whistleblower

Whistleblower
Und wieder verbreitet das Internet ein neues Wort das informiert und anklagt, wie es vor 20 Jahren noch nicht möglich gewesen wäre.
„Whistleblower“ bedeutet soviel wie; jemand der etwas wichtiges ausplaudert, das der Gerechtigkeit dienen soll, und die Bevölkerung informiert.
Die Bevölkerung soll aber nicht alles wissen. Darum will man mit harten Strafmaßnahmen Nachahmer abschrecken. Nun, das ist nicht neu. Mit harten Strafmaßnahmen hat man schon im Mittelalter unbequeme Leute zum Schweigen gebracht. Bücher wurden auf den „INDEX“ gesetzt, Hexen und Ketzer wurden bei lebendigen Leib verbrannt und Irrlehren wurden systematisch verbreitet. Da fragt man sich: Was hat sich geändert? Nichts. Es hat sich nichts geändert. Nur, wird heute mit dem Internet alles besser und schneller verbreitet. Lügenmärchen werden schneller aufgedeckt.
Whistleblower sind Menschen, die sich aufopfernd für eine gerechte Sache eingesetzt haben.
Am Ende fragen sich aber viele dieser Helden; warum und für wen sie das gemacht haben. Denn „Undank ist der Welten Lohn“. Jemand bringt den Stein ins rollen und die meisten Menschen stehen daneben und wundern sich, warum niemand den Stein weiter rollt. Wenn diese Whistleblower nicht unterstützt werden, werden bald keine Steine mehr rollen. Es gibt sogar Leute, die diese Whistleblower als Verräter und Narren beschimpfen.
Da sagt ein Huhn zum Fuchs: „Ich öffne dir immer die Tür zum Hühnerstall, wenn Du mich nicht frisst.“ Der Fuchs war einverstanden. Dann fraß er in den nächsten Wochen alle Hühner und am Ende auch das Huhn, dass die Tür geöffnet hat.
Es kommt eine Zeit, da müssen wir aufstehen und uns wehren. Das heißt aber, wenn wir Zeit haben zum Aufstehen. Der Rasen muss noch gemäht werden. Samstag haben wir einen Termin. Morgen hat Tante Lisa Geburtstag und Sonntag geht auch nicht. Tja, mal im Terminkalender nachsehen, wann Zeit ist etwas zu tun.
Dieses Verhalten gibt es auch in der Tierwelt. Fische rotten sich zu Schwärmen zusammen damit sie nicht gefressen werden. Es sind ja genug andere Fische im Schwarm die der Jäger fressen kann.
Wir fühlen uns in unserer Gesellschaft sicher; wie Fische in einem Schwarm, der vom Jäger umrundet wird. Er frisst bestimmt die Anderen, nicht mich.
Whistleblower sind keine Narren, nur weil sie den Schwarm verlassen haben. Es sind mutige Menschen die für ihre Ideale kämpfen. Am Ende sind sie allein, während wir uns im Sommer im Schwimmbad die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Dann denkt so mancher dieser Helden: „Wäre ich doch nur im Schwarm geblieben“.

„Undank ist der Welten Lohn“.  

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